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Das `!Schwa`! oder `!`*e`*-Schwa`! (zu unterscheiden vom `F33f`_`[a-Schwa`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fast_offener_Zentralvokal]`_`f ) bezeichnet einen `F33f`_`[Laut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Laut]`_`f, der auch `*`F33f`_`[mittlerer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mittlerer_Vokal]`_`f `F33f`_`[Zentralvokal`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zentralvokal]`_`f`* genannt wird. Dieser befindet sich artikulatorisch und akustisch im `F33f`_`[Vokaltrapez`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vokaltrapez]`_`f im Zentrum zwischen den anderen `F33f`_`[Vokalen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vokal]`_`f. Im `F33f`_`[Deutschen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutsche_Sprache]`_`f erscheint er nur in unbetonten Silben (z. B. `*b`!e`!reit`*, `*viel`!e`!`*) und wird mit dem Buchstaben <e> schriftlich dargestellt. Er wird nicht selten schwächer artikuliert als Vollvokale und kann deshalb gegebenenfalls auch ganz wegfallen (`F33f`_`[Elision`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elision]`_`f), wie das im Deutschen und `F33f`_`[Hebräischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hebräische_Sprache]`_`f, aus dem das Wort Schwa stammt, der Fall ist.
>>Contents
• `F0af`_`[Verwendung`#verwendung]`_`f
• `F0af`_`[Begriffsherkunft`#begriffsherkunft]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Siehe auch`#siehe-auch]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Verwendung
In vielen europäischen Sprachen erscheint das Schwa nur unbetont. Es gibt jedoch Ausnahmen wie das `F33f`_`[Albanische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Albanische_Sprache]`_`f, `F33f`_`[Rumänische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rumänische_Sprache]`_`f und viele slawische Sprachen:
• `F33f`_`[Albanisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Albanische_Sprache]`_`f [`F33f`_`[ə`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mittlerer_Zentralvokal]`_`f]: ë
• Beispiele: është [] – ist; ëmbël [] – süß, angenehm, freundlich
• `F33f`_`[Rumänisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rumänische_Sprache]`_`f [`F33f`_`[ə`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mittlerer_Zentralvokal]`_`f]: ă
• Beispiele: m`!ă`!r [] - Apfel; (noi) lucr`!ă`!m [] - wir arbeiten
• Das Rumänische ă ist ein Laut zwischen [`F33f`_`[ə̠`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_der_IPA-Zeichen]`_`f] und [`F33f`_`[ɜ̠`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_der_IPA-Zeichen]`_`f]
• Hebräisch
• Im modernen `F33f`_`[Ivrit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ivrit]`_`f wird der Laut in `F33f`_`[Clustern`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konsonantencluster]`_`f aus Konsonanten, die stimmhaft beginnen und denselben `F33f`_`[Artikulationsort`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Artikulationsort]`_`f aufweisen, regelmäßig hörbar als kurzes ausgesprochen. In anderen ist er kaum wahrnehmbar.`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f]
• Für `F33f`_`[Bibelhebräisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bibelhebräisch]`_`f, wie im Beispiel בְּרֵאשִׁית [] → `*Hauptartikel: `F33f`_`[Schwa (Hebräisch)`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwa_(Hebräisch)]`_`f`*
• Im `F33f`_`[Deutschen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutsche_Sprache]`_`f wird in vielen unbetonten Silben ein Vokal Schwa gesprochen, zum Beispiel in `*viel`!e`!`* []. Umstritten ist, ob die Schwa-Laute (das hier thematisierte e-Schwa und auch das verwandte `F33f`_`[a-Schwa`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fast_offener_Zentralvokal]`_`f wie in `*Lehrer`* []) im Deutschen `F33f`_`[Phonem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phonem]`_`fstatus haben (vgl. hierzu `F33f`_`[Wiese`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Richard_Wiese]`_`f 1986 und Staffeldt 2010 (s. u.)). In `F33f`_`[Reduktionssilben`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Reduktionssilbe]`_`f (wie `*geleg`!e`!n`*) wird das Schwa häufig zugunsten eines als silbisch realisierten Folge-Konsonanten `F33f`_`[elidiert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elision]`_`f; beispielsweise wird `*Taf`!e`!l`* gesprochen zu `*Taf`!l`!`* [] oder `*Dschung`!e`!l`* [] zu `*Dschung`!l`!`* []. Obwohl es häufig vorkommt, wird das Schwa in der Orthographie des Deutschen nie als solches gekennzeichnet; weder mit einem eigenen Lautzeichen noch mit einem `F33f`_`[diakritischen Zeichen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Diakritisches_Zeichen]`_`f wie in der `F33f`_`[luxemburgischen Sprache`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Luxemburgische_Sprache]`_`f.
• Im `F33f`_`[Kölschen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kölsch_(Sprache)]`_`f und `F33f`_`[Ripuarisch-Limburgischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ripuarisch]`_`f kommen folgende Varianten vor:
• unbetonter Auslaut, zum Beispiel in `*`F33f`_`[poppe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Poppen]`_`f`* [], `*`F33f`_`[Lääve`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Leben]`_`f`* []
• unbetonter Inlaut, zum Beispiel in `*piss`!e`!lisch`* []
• unbetonter optionaler Inlaut, zum Beispiel in `*Kerr`!e`!sch`* [], `*Kersch`* []
• unbetonter optionaler Anlaut, zum Beispiel in `*`!e`!su`* [], `*su`* [], []
• schwach betonter optionaler Anlaut, zum Beispiel in `*`!e`!ne`* [], `*ne`* []
• nebenbetonter Anlaut, zum Beispiel in `*`!e`!ns`* [], [], `*`!e`!t`* [], `*`!e`!nne`* []
• Im `F33f`_`[Englischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f ist das Schwa der häufigste Vokal, da sämtliche einfachen und mehrfach zusammengesetzten Vokalgrapheme in unbetonten Silben diesen Lautwert annehmen können. Es ist in einigen Fällen durch `F33f`_`[[ɪ`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ungerundeter_zentralisierter_fast_geschlossener_Vorderzungenvokal]`_`f ersetzbar. Beispiele:
• Das ‚a‘ in `*`!a`!bout`* []
• Das ‚e‘ in `*synth`!e`!sis`* [] (im australischen und südafrikanischen Englisch sogar: [])
• Das ‚i‘ in `*penc`!i`!l`* []
• Das ‚o‘ in `*harm`!o`!ny`* []
• Das ‚u‘ in `*medi`!u`!m`* []
• Das ‚y‘ in `*s`!y`!ringe`* [] (auch: [])
• Linc`!o`!ln []
• parl`!ou`!r [] (nicht in `F33f`_`[rhotischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rhotizität]`_`f Aussprachevarianten, zum Beispiel `F33f`_`[USA`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Amerikanisches_Englisch]`_`f, diese haben für die Endung -er/-our/-or den „r-colored vowel“ [`F33f`_`[ɚ`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_der_IPA-Zeichen]`_`f])
• Im `F33f`_`[Französischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Französische_Sprache]`_`f ist das unbetonte akzentlose ‚e‘ meist ein (allerdings gerundetes) Schwa mit einem Anklang, der schon fast zu einem – wenn auch gehauchten, kurzen und offenen - ‚ö‘ hin tendiert. Beispiele:
• Das ‚e‘ in `*m`!e`!nace`* []
• Das ‚e‘ in `*s`!e`!cret`* []
• Das ‚e‘ in `*r`!e`!prise`* []
• Im `F33f`_`[Armenischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Armenische_Sprache]`_`f gibt es den Buchstaben ‚ը‘ für das Schwa. Er wird nur am Anfang einiger Wörter geschrieben (auch in zusammengesetzten Wörtern), und auch am Ende der Wörter, wo das Schwa den bestimmten Artikel bildet. In den übrigen Fällen wird das Schwa in der Schreibung nicht wiedergegeben.
• ընկեր – ënker – [] – Kamerad, Freund
• դասընկեր – dasënker – [] – Schulkamerad, Schulfreund
• անունը – anunë – [] – der Name
• փսփսալ – p’sp’sal – [] – flüstern
• սանր – sanr – [] – Kamm
• սպիտակ – spitak – [] – weiß (Adj.)
• Im `F33f`_`[Russischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Russische_Sprache]`_`f kommt dieser Laut als Realisierung der Phoneme /o/ und /a/ in unbetonten Silben (außer unmittelbar vor der betonten Silbe) vor:
• коров`!а`! — [], собак`!а`! — [], м`!о`!локо [].
>>Begriffsherkunft
Das Wort Schwa (`F33f`_`[hebräisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hebräische_Sprache]`_`f שווא) stammt aus dem Hebräischen, wo es das gleichnamige diakritische Zeichen, ◌ְ – z. B. in אְ, also ein vertikales Punktpaar unter einem `F33f`_`[Konsonanten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konsonant]`_`f bezeichnet.
Das Zeichen selbst ist im modernen `F33f`_`[Ivrit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ivrit]`_`f unüblich. Zu finden ist es im `F33f`_`[Bibelhebräischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bibelhebräisch]`_`f in der `F33f`_`[masoretischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Masoreten]`_`f Vokalisation des `F33f`_`[Tanach`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tanach]`_`f. Das Wort שָׁוְא bezeichnet hier "das Gehaltlose, Eitle, ein Nichts".`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f]
>>Literatur
• Bestandsaufnahme zum Status der Schwa-Laute im Deutschen: Staffeldt, Sven (2010): Zum Phonemstatus von Schwa im Deutschen – Eine Bestandsaufnahme. - In: `*Studia Germanistica`* 7. S. 83–96.
• Matthias Hahn / Beat Siebenhaar: „Schwa unbreakable – Reduktion von Schwa im Gebrauchsstandard und die Sonderposition des ostoberdeutschen Sprachraums“, In: Kürschner, Sebastian, Mechthild Habermann und Peter O. Müller (Hg.): `*Methodik moderner Dialektforschung: Erhebung, Aufbereitung und Auswertung von Daten am Beispiel des Oberdeutschen`*. Hildesheim: Olms 2019, S. 215–236.
• `F33f`_`[Richard Wiese`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Richard_Wiese]`_`f: `*Phonetik und Phonologie`*. Brill/Fink (utb) 2010, Kap. 8.5, S. 106–109.
>>Siehe auch
• `F33f`_`[Rundung (Phonetik)`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rundung_(Phonetik)]`_`f
• `F33f`_`[Klitisierung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Klitika]`_`f
• `F33f`_`[Schwachton- und Starktonform`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwachtonform]`_`f
>>Einzelnachweise
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f Lewis Glinert: The Grammar of Modern Hebrew. Cambridge University Press, New York/Port Chester/Melbourne/Sydney 1989, S. 10.
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f Siehe `F33f`_`[Gesenius`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gesenius]`_`f zur Stelle, oder Frank Matheus: Kompaktwörterbuch Althebräisch. Pons, Stuttgart 2015, S. 331.
`c`F0af`_`[↑ Back to top`#top]`_`f`a